ADSL

Was ist ADSL?

Noch bis vor kurzem durften die Kabelnetzbetreiber der
Schweiz ihre Netze für nichts anderes als Radio- und Fernsehverteilung
nutzen. Die Liberalisierung im Januar 1998 öffnete den Kabelnetzbetreibern
die Möglichkeit, auch Telekomdienste wie Internet, Telefon- und
Multimediadienste anzubieten. Rund 90% aller Schweizer Haushalte werden
heute mit Kabelfernsehen versorgt. Die meisten Netze sind jedoch noch
nicht für den kommerziellen Telekombetrieb ausgelegt, da die Fernsehdaten
nur in einer Richtung, von der Kopfzentrale (Headend) zum Abonnenten
fliessen. Die Anpassung der CATV-Netze und der Umbau der kompletten
Hausverteilanlage ist relativ teuer und kommt deshalb leider nur langsam
voran!
Asymmetric Digital Subscriber Line (ADSL) ist eine
neue Technologie für die so genannte "letzte Meile" zwischen
Teilnehmer und Vermittlungsstelle, welche aus Ihrem herkömmlichen, analogen
oder digitalen Telefonanschluss einen modernen Breitbandzugang für High-Speed-Internet
macht.
ADSL wird in den nächsten Jahren neben Internet über das
Fernsehkabel (das CATV-Netz) eine wichtige Rolle spielen. Dank der hohen
Bandbreite werden Angebote und Dienstleistungen möglich, die bis anhin
über das Internet nicht realisiert werden konnten wie z.B. VPN oder
Videostreaming. Eine weitere wichtige Eigenschaft von ADSL ist die permanente
Verbindung zum Internet.
Die ADSL-Technologie gehört zur Familie von xDSL-Breitband-Technologien.
ADSL nutzt das gesamte verfügbare Übertragungsspektrum von
Kupferleitungen und basiert direkt auf der herkömmlichen Infrastruktur
des Standard-Telefonnetzes, also auf den zwei Kupferdrähten im
Telefonkabel, welche sämtliche Hausanschlüsse von Privaten
und Unternehmen mit der örtlichen Telefonzentrale verbinden. Deshalb
sind auch keine teuren Installationen notwendig, da im allgemeinen
die bestehende Telefonleitung benutzt werden kann.
Im Vergleich zum Internetzugang über das Fernsehkabel
mit einem Kabelmodem ist die Sicherheit bei ADSL besser, da nicht ein
gemeinsames Netz verwendet wird.
Analoge oder digitale Sprach- oder Datensignale können neben ADSL-Daten
gleichzeitig über ein- und dasselbe Kabel laufen.
Auf den letzten Kilometern der Telefonleitung, d.h. dem zum Gelände
des Teilnehmers führenden Teil der Leitung , wird oft weniger als
1% der vorhandenen Kapazität genutzt. Dieser Teil wird zur Übertragung
der Sprachdaten verwendet und belegt eine Bandbreite von 0 bis 4 kHz.
Der vollständige Kapazitätsbereich beträgt jedoch 0 bis
1,1 MHz. ADSL behält den Bereich zwischen 0 und 4 kHz zur Übertragung
von Sprache bei. Der Bereich von 20 kHz bis 1,1 MHz wird zur Datenübertragung
genutzt.
Da die meisten Daten aus dem Internet heruntergeladen werden, wird
dem Downstream-Kanal mehr Bandbreite zugeteilt. Da der Downstream-Kanal
eine grössere Bandbreite erfordert als der Upstream-Kanal, wird
der Datenübertragungsbereich als "asymmetrisch" bezeichnet.
ADSL hat eine Downstream-Geschwindigkeit von bis zu 2048 kbps und 352
kbps Upstream. Diese Geschwindigkeit ist mehr als 40 mal höher als die
einer modernen analogen Modemverbindung und das ohne neue Verkabelung.
Wir bieten für KMU komplette ADSL-Lösungen an. Dies umfasst die
Beratung, Findung eines optimalen Angebotes und dessen Realisierung.

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