ADSL, VDSL und DOCSIS (CATV)

Was ist ADSL, VDSL und DOCSIS?
Noch bis vor kurzem durften die Kabelnetzbetreiber der
Schweiz ihre Netze für nichts anderes als Radio- und Fernsehverteilung
nutzen. Die Liberalisierung im Januar 1998 öffnete den Kabelnetzbetreibern
die Möglichkeit, auch Telekomdienste wie Internet, Telefon- und
Multimediadienste anzubieten. Rund 93% aller Schweizer Haushalte werden
heute mit Kabelfernsehen versorgt. Die CATV-Netze müssen jedoch für den kommerziellen Telekombetrieb ausgelegt
werden, da die Fernsehdaten
nur in einer Richtung, von der Kopfzentrale (Headend) zum Abonnenten
fliessen. Die Anpassung der CATV-Netze und der Umbau der kompletten
Hausverteilanlage ist relativ teuer. Stand Dezember 2009: rund 750'000
Anschlüsse mit DOCSIS-Breitband-Internetzugang über das Kabelnetz
mittels eines Kabelmodems. Die Konkurrenztechnologie ADSL zählt rund
1.368.000 Anschlüsse (Stand Dezember 2007). Und seit dem Jahre 2004 ist
in verschiedenen CATV-Netzen auch das Telefonieren möglich, hier gibt es
gemäss dem Branchenverband swisscable 365'000 Anschlüsse (Stand Dezember
2009).
Data Over Cable Service Interface Specification (DOCSIS)
ist eine von Cable Labs um 1997 entwickelte Spezifikation für
Schnittstellen von Kabelmodems und dazugehörigen Peripheriegeräten, die
von der ITU im März 1998 ratifiziert wurde. DOCSIS ist dabei ein
Standard, der die Anforderungen für Datenübertragungen in einem
Breitbandkabelnetz festlegt. Der wichtigste Anwendungsbereich von DOCSIS
besteht in der schnellen Übertragung von Daten über bestehende
Kabelfernsehnetze.
Die Nachfolgespezifikation DOCSIS 2.0 wurde 2002 vorgestellt vor dem
Hintergrund der stärkeren Nachfrage von symmetrischen, Echtzeit
erfordernden Datendiensten wie IP-Telefonie.
DOCSIS erzielt in Empfangsrichtung (englisch „downstream“) eine nutzbare
Datentransferrate von etwa 38 Mbit/s (EuroDOCSIS: 50 Mbit/s) pro
Fernsehkanal im Frequenzbereich von 50 MHz bis etwa 862 MHz sowie in
Senderichtung (engl. „upstream“) eine nutzbare Datentransferrate von
etwa 27 Mbit/s pro Kanal im Frequenzbereich von 5 bis 65 MHz. Mit DOCSIS
3.0 können durch Bündelung von vier Kanälen Geschwindigkeiten von bis zu
160 Mbit/s (EuroDOCSIS: 200 Mbit/s) in Empfangsrichtung und bis zu 108
Mbit/s in Senderichtung erzielt werden. Eine Bündelung von acht Kanälen
ist gleichfalls möglich bei entsprechend verdoppelten maximalen
Datenraten.
DOCSIS wird fälschlicherweise oft mit DSL gleichgesetzt. Zwar erreicht
man mit DOCSIS ähnliche Bandbreiten wie mit DSL, jedoch basiert DOCSIS
auf einer etwas anderen Technologie.
Asymmetric Digital Subscriber Line (ADSL) ist eine
Technologie für die so genannte "letzte Meile" zwischen
Teilnehmer und Vermittlungsstelle, welche aus Ihrem herkömmlichen, analogen
oder digitalen Telefonanschluss einen modernen Breitbandzugang für High-Speed-Internet
macht.
ADSL wird in den nächsten Jahren neben Internet über das
Fernsehkabel (das CATV-Netz) eine wichtige Rolle spielen. Dank der hohen
Bandbreite werden Angebote und Dienstleistungen möglich, die bis anhin
über das Internet nicht realisiert werden konnten wie z.B. VPN oder
Videostreaming. Eine weitere wichtige Eigenschaft von ADSL ist die permanente
Verbindung zum Internet.
Die ADSL-Technologie gehört zur Familie von xDSL-Breitband-Technologien.
ADSL nutzt das gesamte verfügbare Übertragungsspektrum von
Kupferleitungen und basiert direkt auf der herkömmlichen Infrastruktur
des Standard-Telefonnetzes, also auf den zwei Kupferdrähten im
Telefonkabel, welche sämtliche Hausanschlüsse von Privaten
und Unternehmen mit der örtlichen Telefonzentrale verbinden. Deshalb
sind auch keine teuren Installationen notwendig, da im allgemeinen
die bestehende Telefonleitung benutzt werden kann.
Im Vergleich zum Internetzugang über das Fernsehkabel
mit einem Kabelmodem ist die Sicherheit bei ADSL besser, da nicht ein
gemeinsames Netz verwendet wird.
Analoge oder digitale Sprach- oder Datensignale können neben ADSL-Daten
gleichzeitig über ein- und dasselbe Kabel laufen.
Auf den letzten Kilometern der Telefonleitung, d.h. dem zum Gelände
des Teilnehmers führenden Teil der Leitung , wird oft weniger als
1% der vorhandenen Kapazität genutzt. Dieser Teil wird zur Übertragung
der Sprachdaten verwendet und belegt eine Bandbreite von 0 bis 4 kHz.
Der vollständige Kapazitätsbereich beträgt jedoch 0 bis
1,1 MHz. ADSL behält den Bereich zwischen 0 und 4 kHz zur Übertragung
von Sprache bei. Der Bereich von 20 kHz bis 1,1 MHz wird zur Datenübertragung
genutzt.
Da die meisten Daten aus dem Internet heruntergeladen werden, wird
dem Downstream-Kanal mehr Bandbreite zugeteilt. Da der Downstream-Kanal
eine grössere Bandbreite erfordert als der Upstream-Kanal, wird
der Datenübertragungsbereich als "asymmetrisch" bezeichnet.
ADSL hat eine Downstream-Geschwindigkeit von bis zu 2048 kbps und 352
kbps Upstream. Diese Geschwindigkeit ist mehr als 40 mal höher als die
einer modernen analogen Modemverbindung und das ohne neue Verkabelung.

Very High Speed Digital Subscriber Line (VDSL)
ist eine DSL-Technik, die wesentlich höhere Datenübertragungsraten über
gebräuchliche Telefonleitungen liefert als beispielsweise ADSL oder
ADSL2+. Wie alle DSL-Techniken benutzt auch VDSL für das letzte Stück
der Übertragungsstrecke zum Kunden die (verdrillte) Kupferleitung.
Swisscom stoppt VDSL-Ausbau in den Städten: Der neue Glasfaser-Boom in
der Schweiz beeinflusst die VDSL-Pläne des ehemaligen Monopolisten. Das
Unternehmen fährt den Ausbau des VDSL-Netzes bereits wieder zurück,
obwohl die schnellen Zugänge noch nicht überall verfügbar sind. Im Mai
2009 gab der Schweizer Telekommunikationskonzern bekannt, dass VDSL nur
noch in ländlichen Gebieten weiter ausgebaut werde, wo künftig keine
Glasfaseranschlüsse im Angebot seien. In den Städten setzt die Swisscom
mit Fibre-to-the-Home (FTTH) künftig voll auf die Glasfaser.
Wir bieten für KMU komplette ADSL- / VDSL- / DOCSIS-Lösungen an. Dies umfasst die
Beratung, Findung eines optimalen Angebotes und dessen Realisierung.

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